Die Entstehung der Glasplatten

Sie sind gestochen scharf, extrem detailreich und einzigartig: Valéry Klouberts meinungsbilder. Mit seinen Schwarz-Weiß-Porträts hat Kloubert eine längst verloren geglaubte Fototechnik aus dem 19. Jahrhundert wieder zum Leben erweckt: die fotografische Abbildung auf Glasplatten-Negativ.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis die Beschichtung stimmte und das erste Negativ perfekt belichtet werden konnte. Zwei Jahre, in denen Valéry Kloubert in antiquarischen Büchern nach der richtigen Formel für die Emulsion auf photographischen Glasplatten stöberte, zum Stammkunden im Chemikalien-Großhandel wurde und schließlich in zahlreichen Versuchen in seiner Dunkelkammer dem perfekten Bild auf der Spur war.

Inzwischen ist der neununddreißigjährige Profi-Fotograf Experte für Glasplattenbilder: Für die Herstellung von fünfzehn Negativen benötigt er „nur“ noch drei Wochen. Ein neues Projekt ist daraus entstanden. Kloubert fotografiert mit der Glasplattentechnik herausragende Persönlichkeiten, die bereit sind, die schonungslose Detailschärfe der Abbildung zu akzeptieren, sich dem unbarmherzigen Auge der Kamera auszuliefern. Peter Brings, Kai Diekmann, Cem Özdemir, Shary Reeves, Toni Schumacher, Wim Wenders – sie alle haben sich auf das Projekt eingelassen. Ihre Porträts hat Kloubert auf kornfreien, ausdrucksstarken Bildern mit harten Kontrasten und in einer bedingungslosen Schärfe abgelichtet.

„Die Bilder sind lauter als eine Explosion, ruhiger als die Stille – und zeigen die Einzigartigkeit des portraitierten Menschen“, sagt der Künstler selbst. Durch ihren Mut, sich Klouberts Master Technika zu stellen, der Kamera, die jeden Pigmentfleck, jede Falte, jede noch so kleine Pore gnadenlos auf der Gelatineemulsion abbildet, schenken die Portraitierten den Blutkrebspatienten in aller Welt Hoffnung – und die Chance auf Leben. Denn die Einnahmen der „meinungsbilder“ gehen an die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei, für die sich Valéry Kloubert seit vielen Jahren einsetzt.

Alle portraitierten Persönlichkeiten, ebenso der Fotograf Valéry Kloubert, arbeiten kostenfrei. Die Ausstellungsdrucke werden von der LUP AG übernommen. Die Produktionskosten der bestellbaren Fine Art Prints werden von den Einnahmen getragen. Alle weiteren Einnahmen gehen zu 100% an die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei.
Der Verkauf der „meinungsbilder“ erfolgt über die Website meinungsbilder.de.

Die Bilder sind als Fine Art Prints in limitierter Auflage in den Größen 50×62 cm und 100x124cm erhältlich.